Eingewöhnung

Der erste Schritt in die Krippe ist oft aufregend. Die Kinder sind mit vielen neuen Situationen konfrontiert. Es gibt neue Bezugspersonen, neue Räumlichkeiten und viele unbekannte Kinder. Deshalb ist es uns wichtig gerade die erste Zeit angenehm und sensibel zu gestalten, so dass dem Entdecken und Erleben eines neuen Lebensabschnitts nichts mehr im Wege steht.

Die Krippe der Kindertagesstätte gestaltet die Eingewöhnungsphase angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell. Es zeichnet sich durch fünf Schritte aus:

  1. Erstgespräch in der Krippengruppe, in der das Kind in Zukunft gehen wird. Frühzeitig werden die Eltern über den Ablauf der Eingewöhnung und wichtige Rahmenbedingungen informiert. Hier wird ein erster Überblick über den Ablauf und u beachtende Dinge gegeben. Hier ist auch Raum für offene Fragen.
  2. Das Kind besucht gemeinsam mit der Bezugsperson (Vater, Mutter….) für ca. eine halbe Stunde (richtet sich nach dem Alter des Kindes) die Einrichtung. Hierbei achtet das pädagogische Personal auf einen herzlichen und offenen Empfang und eine wohlige Atmosphäre. Die Bezugsperson des Kindes sollte dem Kind Rückhalt und Sicherheit vermitteln, sich dennoch im Hintergrund halten um dem Kind den nötigen Freiraum zum Erkunden der Krippengruppe zu ermöglichen. Bei Bedarf kann das Kind sich zur Bezugsperson zurückziehen. In dieser Phase lernt das Kind auch die Erzieherinnen kennen.
  3. Erster Trennungsversuch und ein erster Ausblick auf den weiteren Verlauf der Eingewöhnungszeit. Bei der Trennung verabschiedet sich die Bezugsperson vom Kind und „übergibt“ das Kind dem Betreuer. Die erste Trennung wird je nach Gemütszustand des Kindes auf maximal eine halbe Stunde ausgedehnt. In dieser Phase wird die Bezugsperson im Elternbereich warten und bei Bedarf bereit sein, das Kind früher aus der Gruppe zu holen.
  4. Wenn die ersten Trennungstage gut gelingen, beginnt die Stabilisierungsphase ca. zwischen dem sechsten und zehnten Tag. Das Kind wird von der Bezugsperson in die Gruppe gebracht. Je nach Bedarf bleibt sie noch kurze Zeit mit in der Gruppe oder verlässt gleich den Raum. Die Trennungsphasen werden immer länger ausgedehnt, um so den endgültigen Abholzeitpunkt je nach Buchung zu erreichen. Während der Eingewöhnung bleibt das Kind nur vormittags bis vor dem Mittagessen in der Krippe.
  5. In der Schlussphase – ungefähr in der dritten bis vierten Woche – wird die Mittags-Abholzeit erreicht. Das Kind kann sich  nun gut von der Bezugsperson lösen und fühlt sich in der Krippengruppe wohl. Die Eingewöhnung ist somit abgeschlossen.

Nach Beendigung der Eingewöhnung findet noch ein Eingewöhnungs-Nachbereitungsgespräch statt, in welchem Eltern und Erzieher im Austausch den Ablauf, mögliche Problemstellungen sowie offene Fragen besprechen.

Grundlegende Voraussetzungen für eine gute Eingewöhnung sind neben geschultem Fachpersonal und der Arbeit nach einem anerkannten Eingewöhnungskonzept, der individuelle und entwicklungsorientierte Umgang mit den Kindern. Wir legen sehr viel Wert auf einen sensiblen und empathischen Umgang mit den Kindern und gewährleisten somit einen guten Start in unsere Krippe.